Tammuz Klavierquartett

 
   
  Daniel Gaede, Violine / Volker Jacobsen, Viola
Gustav Rivinius,
Violoncello / Oliver Triendl, Klavier


Künstlersekretariat Rolf Sudbrack
 

Für die Gattung Klavierquartett hat erstmals Mozart zwei Meisterwerke geschrieben (von denen der Verleger seinerzeit sagte, sie seien schlecht verkäuflich, während Musikfreunde entgegneten, in jedem Musiksalon in nahezu allen Städten Deutschlands seien die Werke die beliebtesten und meistgespielten). Nach Mozart haben sich Weber, Mendelssohn, Schumann, Brahms, Dvorak, Strauss und Fauré - um nur die berühmtesten zu nennen - dieser Gattung angenommen. Erstaunlicherweise hat der Konzertbetrieb diesen Wunderwerken aber bis heute nicht die gebührende Beachtung geschenkt. Um das zu ändern, haben sich 2007 vier erstklassige und sehr erfahrene Kammermusiker (und Solisten) zusammengetan. Das Debütkonzert erfolgte auf renommiertem Podium: den Schwetzinger Festspielen. Das zweite folgte bald im Concertgebouw Amsterdam. Weitere Konzerte sind inzwischen sehr erfolgreich verlaufen. Die Musiker haben entsprechend große Freude daran, ihr Klavierquartett-Projekt in die Zukunft zu tragen. Dass sich Daniel Gaede, Volker Jacobsen, Gustav Rivinius und Oliver Triendl der Interpretation nicht nur mit großem Können, sondern auch mit Liebe und Leidenschaft widmen, spiegelt sich im Ensemble-Namen: Tammuz war im babylonisch-assyrischen Mythenkreis der Geliebte der Liebesgöttin Ischtar. 

Als der Geiger Daniel Gaede 1994 zum Konzertmeister der Wiener Philharmoniker gewählt wurde, war er für die Fachleute schon kein unbeschriebenes Blatt mehr. Trotz vielfältiger Aufgaben mit den Wienern blieb er weiterhin als Solist und Kammermusiker aktiv. Seine Auftritte und die mit dem Pianisten Phillip Moll eingespielte Kreisler-CD erhielten so starke Resonanz, dass er das weltberühmte Orchester nach sieben Jahren wieder verließ, um sich noch intensiver seinen solistischen und kammermusikalischen Zielen zu widmen. Schon früh hatte sich Daniel Gaede mit dem Konzertleben vertraut gemacht. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen begleiteten seine Studienzeit, die ihn zu Thomas Brandis nach Berlin, Max Rostal in die Schweiz und Josef Gingold in die USA brachte. Sein umfangreicher Konzertkalender führt ihn heute rund um den Globus auf alle wichtigen Podien der Musikwelt.

Der Bratschist Volker Jacobsen beschäftigte sich bereits früh intensiv mit der Kammermusik und wurde von seiner Arbeit mit Mitgliedern der Quartette Emerson String, Juilliard und Alban Berg geprägt. 1989 war er Gründungsmitglied des renommierten Artemis Quartetts, mit dem er eine mehrfach preisgekrönte Weltkarriere machte. Zahlreiche CD-Veröffentlichungen entstammen dieser Zeit. 2007 entschied er, sich beruflich neu zu orientieren und ist heute Professor an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Daneben ist er als Lehrer auf internationalen Meisterkursen und Kammermusikpartner sehr gefragt.

Gustav Rivinius wurde als erster deutscher Musiker beim Internationalen Tschaikowsky Wettbewerb in Moskau mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Seitdem führten ihn seine Konzerte zu renommierten Orchestern in der ganzen Welt. Auftritte bei internationalen Festivals, Kammermusikabende - auch als Mitglied des Trio de Salò - sowie Rundfunk- und CD-Aufnahmen ergänzen seine solistische Tätigkeit. Gustav Rivinius studierte u.a. bei David Geringas, Zara Nelsova und Heinrich Schiff. Er unterrichtet als Professor an der Musikhochschule Saarbrücken.

Der Pianist Oliver Triendl, etablierte sich in den vergangenen Jahren als vielseitige Künstlerpersönlichkeit. Etwa 50 CD-Einspielungen belegen sein Engagement für seltener gespieltes Repertoire aus Klassik und Romantik ebenso wie für zeitgenössische Werke. Als leidenschaftlicher Kammermusiker konzertiert er mit Kollegen wie Christian Altenburger, Ana Chumachenko, David Geringas, Lorin Maazel, Paul Meyer, Pascal Moraguès, Raphaël Oleg, Christian Poltéra, Carolin und Jörg Widmann und den Quartetten Auryn, Carmina, Danel, Keller, Pražák, Sine Nomine und Vogler. Er studierte u.a. bei Gerhard Oppitz und Oleg Maisenberg und war Preisträger nationaler wie internationaler Wettbewerbe. Er konzertiert erfolgreich auf Festivals und in zahlreichen Musikmetropolen Europas, Nord- und Süd-amerikas, in Südafrika und Asien.


Programmvorschläge / Termine - 2010: (Einzeltermine auf Anfrage)


15. - 24. Januar 2010
16. - 18. März 2010


A Ludwig van Beethoven
Eduard Tubin
(1905-1982)

Johannes Brahms
Klavierquartett Es-Dur op. 16
Klavierquartett cis-moll
***
Klavierquartett A-Dur op. 26

B Frank Bridge 
Antonín Dvorák

Gabriel Fauré
Phantasy Quartet (1911)
Klavierquartett Nr. 1 D-Dur op. 23
***
Klavierquartett Nr. 2 g-moll op. 45

C Ludwig van Beethoven
George Enescu

Antonín Dvorák
Klavierquartett Es-Dur op. 16
Klavierquartett Nr. 2 d-moll op. 30
***
Klavierquartett Nr. 2 Es-Dur op. 87

Programmvorschläge / Termine - 2010-2011


14. - 22. November 2010
19. - 27. Februar 2011


A Ludwig van Beethoven 
Anders Eliasson (* 1947) 

Johannes Brahms 
Klavierquartett Es-Dur op. 16
Fogliame (komp. 1990) 
****
Klavierquartett A-Dur op. 26

B F. Mendelssohn Bartholdy 
George Enescu 

Antonín Dvorák 
Klavierquartett d-moll op. 0
Klavierquartett d-moll op. 30 (1944)
****
Klavierquartett Es-Dur op. 87

C Eduard Tubin (1905-1982) 
Antonín Dvorák 

George Enescu 
Klavierquartett cis-moll (1930)
Klavierquartett D-Dur op. 23
****
Klavierquartett D-Dur op. 16 (1909)

Anders Eliasson zählt zu den wichtigsten skandinavischen Komponisten der Gegenwart. Seine  Tonsprache ist freitonal, aber nicht abstrakt. Sergiu Celibidache sagte über ihn:  „Eliasson könnte für unsere Zeit eine Bedeutung bekommen wie diejenige von Bartók in  seiner Zeit“ 


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