Künstlersekretariat Rolf Sudbrack

 
   
  Neuigkeiten


 

Februar-2010

Pianist Alexander Krichel konzertiert in Südamerika
Auf Einladung der Humboldt-Gesellschaft (Asociación Cultural Humboldt ) und des Goethe-Instituts Caracas fliegt der Pianist Alexander Krichel Ende Februar nach Venezuela, wo er sich mit mehreren Konzerten in verschiedenen Städten vorstellen wird. Um dem Ruf, der dem jungen Künstler bereits vorauseilt, gerecht zu werden, wird er ein facettenreiches Programm mit Werken von Beethoven, Franck, Chopin und Rachmaninow spielen. Krichel studiert zwar derzeit noch in Hannover bei dem hochangesehenen Pianisten und Pädagogen Vladimir Krainiev, erfreut sich aber bereits einer stetig zunehmenden Nachfrage aus dem In- und Ausland.
Erstmalig in der Carnegie Hall: ATOS Trio erneut auf US-Tournee
Das ATOS Trio setzt Mitte Februar seine US-Tourneen fort, die 2007 durch den Gewinn des berühmten Kalichstein-Laredo-Robinson-Awards initiiert wurden. Diesmal bringt die Konzertreise die drei Wahl- Berliner in die wichtigen Konzertreihen von New York, San Antonio, San Diego, Cincinnati sowie in viele weitere Städte. Zu den 20 Konzerten, die allein der Award mit sich bringt, kommen weitere Veranstalter hinzu, denen nicht verborgen geblieben ist, dass mit dem ATOS Trio ein großartiges Kammermusik-Ensemble mit weltweiter Ausstrahlung herangewachsen ist.
David Theodor Schmidt debütiert im Konzerthaus Berlin
David Theodor Schmidt hat im vergangenen Jahr mehrfach von sich Reden gemacht. Nach der mit großem Applaus aufgenommenen Sony-CD war es zuletzt die Verleihung des Bayerischen Kunstförderpreises Musik, mit der die Fachleute dem Spiel des hochbegabten Musikers Beifall zollten. Der junge Pianist beeindruckt mit seiner sehr persönlichen Werkauswahl, die nicht auf die üblichen Moden schielt. Er geht seinen eigenen Weg und lässt sich die Zeit, an seinem Klangideal und der Interpretation anspruchsvoller Werke zu feilen. Seine drei CDs spiegeln seinen zunehmenden künstlerischen Reifegrad und ein Spiel, das von der Zeitschrift Rondo als "Meisterlich. Virtuos. Gewaltig. Und, fast hätten wir’s vergessen: packend, ja, ergreifend. Großartig." beschrieben wird. Kein Wunder also, dass der Pianist vermehrt auf der Wunschliste der großen Veranstalter steht. Nun debütiert er auch in Berlin: am 16. März spielt er im dortigen Konzerthaus Werke von J.S. Bach, Franck, Beethoven und Liszt.

Januar-2010

Mandelring Quartett mit eigener Quartettreihe in Berliner Philharmonie
Das Mandelring Quartett verwöhnt uns in letzter Zeit mit vielen exzellenten Nachrichten. Die jüngste schließt sich daran nahtlos an: Anfang Februar wird das Quartett im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie einen eigenen Streichquartett-Zyklus eröffnen. Die Konzerte werden am 5. Februar, 11. April und 13. Mai stattfinden und die Programme der laufenden Saison vorstellen, die von den Künstlern unter den Titeln "Russland und Wien", "Spiegel der Biografie" und "Jahrhundertwende" zusammengestellt wurden. Das Mandelring Quartett setzt mit seiner neuen Berlin-Reihe einen weiteren wichtigen Akzent, der neben dem Hambacher Musikfest einen künst- lerischen Beitrag zum deutschen Konzertleben leisten wird.
ATOS Trio mit neuer CD bei CPO
Das ATOS Trio, das derzeit zu einer weltumspannenden Karriere ansetzt, hat seine jüngste CD dem Komponisten Josef Suk gewidmet. Sie wird in diesen Tagen von dem renommierten Label CPO veröffentlicht. Die Einspielung bringt nicht nur Suks Klaviertrio, sondern eine ganze Reihe weiterer hörenswerter Kammermusikwerke vom Duo hin bis zum Klavierquartett op. 1, dem gelungenen Frühwerk des seinerzeit 17-jährigen Studenten (und späteren Schwiegersohn) von Anton Dvorak. Ähnlich wie in seinen symphonischen Werken zeigt sich Josef Suk auch in der Kammermusik als facettenreich komponierender Tonschöpfer. So vereint sein Klavierquartett Symphonisches, virtuos Konzertantes und Kammermusikalisches in einem, seine ausgedehnte Ballade für Cello und Klavier bietet hingegen viele überraschende Effekte, die Serenade wiederum erinnert sogar an Debussys "Böhmischen Tanz". Das ATOS Trio, das schon nach seiner letzten CD-Einspielung mit den beiden Herzogenberg-Trios von Spiegel online "zu den Besten seines Faches" gezählt wurde, wird auch mit dieser Einspielung sicher neue Freunde und Bewunderer nicht nur für Josef Suk, sondern auch für seine hochlebendige, dabei stets elegante und klangschöne Spielweise gewinnen.
Geiger Laurent Albrecht Breuninger hebt weitere Schätze der Konzertliteratur
Auf der Suche nach vergessenen Werken der Violin-Literatur ist Laurent Albrecht Breubninger wieder mal fündig geworden und hat prompt zwei neue CDs vorgelegt: Nach den Einspielungen den letzten Jahre (u.a. Beriot, Weingartner, Lipinski, Ysaÿe) hat er gemeinsam mit dem SWR Rundfunkorchester Kaiserslautern (heute: Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern) unter Alun Francis für das Label CPO drei Violinkonzerte des französischen Komponisten Rodolphe Kreutzer eingespielt, die in diesen Tagen erscheint. Praktisch zeitgleich erscheint ebenfalls bei CPO seine Aufnahme von Werken für Violine und Klavier des russischen Komponisten Georgy (Georges) Catoire (1861-1926), die Breuninger mit der russischen Pianistin Anna Zassimowa einspielte. Auch dieses eine spannende Entdeckung, immerhin zählt Catoires 2. Violin-Sonate "Poème" unter Insidern zum Schönsten des russischen Geigen-Repertoires.

Dezember-2009

Mandelring Quartett plant Schostakowitsch-Zyklus für die Konzertsäle
Nach der überwältigenden Resonanz auf die Gesamteinspielung der 15 Streichquartette von Schostakowitsch will das Mandelring Quartett den Zyklus nun auch auf die Podien bringen - und arbeitet derzeit an einem Konzept für eine spannende Dramaturgie. Die Verteilung der Quartette auf fünf Abende ist ebenso möglich wie ein auf 24 Stunden gestraffter Ablauf, verteilt auf sieben oder acht Kurz-Konzerte. Ein Vorhaben, das sich wohl nur wenige Quartette dieser Welt zutrauen würden. Übrigens hat die CD-Firma Audite, das Label der Mandelrings, anlässlich der Fertigstellung des CD-Zyklus' einen Video-Clip erstellt, den Sie direkt auf Ihren Bildschirm holen können unter: www.audite.de/de/news/188-schostakowitsch_quartette.html
ATOS Trio spielt Tripelkonzerte mit den Symphonieorchestern der BBC
Im Rahmen seiner Ernennung zum 'New Generation Artist' durch die BBC London ist das ATOS TRIO nach ersten gemeinsamen Studioproduktionen, Konzertmitschnitten und Festivaleinladungen nun zu Konzerten mit zwei der großen BBC-Sinfonieorchester eingeladen worden. Mit dem BBC National Orchestra of Wales spielen die Musiker im nächsten Jahr das Concerto H.231 von Bohuslav Martinu, und mit dem BBC Scottisch Symphony Orchestra wird der Klassiker dieser kleinen Gattung zur Aufführung kommen: Beethovens Tripelkonzert op. 56. Das ATOS Trio empfindet diese Orchester-Konzerte stets als große künstlerische Bereicherung und schaut mit ensprechender Vorfreude auf die beiden Projekte.

November-2009

Mandelring Quartett spielt am spanischen Hof

Das Mandelring Quartett hat schon auf zahlreichen berühmten Kammermusik-Podien der Welt gespielt und steht auch im Focus der internationalen Musikfestivals.
Der Auftritt vom 11. November ragte dennoch über das schon normal gewordene Maß der Superlative hinaus: auf Einladung des spanischen Hofes spielte das renommierte Streichquartett in Madrid auf den kostbaren Stradivari-Instrumenten der königlichen Sammlung. Das Konzert fand im Salón de Columnas Palast vor zweihundert geladenen Gästen statt. Die vier Instrumente gehören zu den nur zwölf Exemplaren, die Stradivari seinerzeit mit Intarsien verzierte. Sie wurden von Felipe V. erworben, nachdem er 1702 auf einer Reise in Italien am Hofe Cosmo di Medicis die wunderbaren Instrumente Stradivaris gehört hatte. Die Instrumente, die vor ca. 20 Jahren im Palast "wiederentdeckt" und daraufhin von einem französischen Geigenbauer überholt wurden, befinden sich heute in einem hervorragenden Zustand. Auf Bitten des Hofes spielte das Mandelring Quartett die Streichquartette "Aus meinem Leben" von Smetana und "Intime Briefe" von Janacek.

Wispelwey und Giacometti mit neuer Schubert-CD

Wenn man in den Konzertplan des Cellisten Pieter Wispelwey schaut, könnte man vor Neid erblassen: da ist fast jede Metropole der Welt und jedes angesehene Festival vertreten. Dass er trotz der zahlreichen Auftritte und des vielen Reisens zwischendurch zur Ruhe kommt - bevorzugt in seinem Landhaus bei Amsterdam -, ist die Voraussetzung für weitere künstlerische Glanzleistungen, wie er sie auch mit seinen zahlreich prämierten CD-Einspielungen vollbringt. Die jüngste ist gerade erschienen: ein Schubert-Rezital, aufgenommen mit dem Fortepianisten Paolo Giacometti. Neben der berühmten Arpeggione-Sonate haben die beiden Künstler auch Schuberts Sonate A-Dur D 574 "Grand Duo" und die Fantasie C-Dur D 934 eingespielt. Beide sind eigentlich für Violine und Klavier geschrieben, von Wispelwey aber für sein Instrument bearbeitet. Auch für das Konzertleben bieten Wispelwey und Giacometti dieses Programm an - sowohl auf "alten" wie auch auf "neuen" Instrumenten. Denn auch da kennen sie keine Dogmen.

Vollendet: Audite veröffentlicht Mandelrings Schostakowitsch Vol. V

"das erreicht Dimensionen von solcher Eindringlichkeit und spielerischer Perfektion, dass man nur sagen kann: Wenn die kommenden Einspielungen auf diesem Niveau verbleiben, bekämen wir vom Mandelring Quartett die Integrale schlechthin der Schostakowitsch-Quartette für das 21. Jahrhundert."
so urteilte Guy Wagner von Pizzicato, als im Frühjahr 2006 das Vol. I der Schostakowitsch-Gesamteinspielung erschien. Und er sollte Recht behalten:
Auch die folgenden Volumes erhielten durchweg geradezu hymnische Kritiken im In- und Ausland. Mit dem soeben erschienenen Vol. V endet nun dieses
gewaltige Projekt, mit dem das Mandelring Quartett wieder einmal nachdrücklich auf sich aufmerksam macht. Das Label audite hat aus diesem Anlaß auf seiner Homepage einen Kurzfilm eingestellt, der Eindrücke von der Aufnahmesitzung zur aktuellen CD gibt und die Musiker im Interview zu ihren persönlichen Erfahrungen mit der Musik Schostakowitschs zu Wort kommen läßt:  http://www.audite.de/index.php?bnm=188&language=2

Das Chopin-Jahr wirft seine wohlklingenden Schatten voraus
Die ganz schnellen Veranstalter präsentieren ihren Beitrag schon jetzt, bevor das 200. Geburtsjahr überhaupt begonnen hat. So beginnt heute das Nationale Polnische Rundfunkorchester Kattowitz mit einer ausgedehnten England-Tournee, für die es als Solisten von Chopins 1. Klavierkonzert den amerikanischen Pianisten Kevin Kenner ausgesucht hat. Aus gutem Grund: Kevin Kenner gilt seit seinem Wettbewerbsgewinn 1990 in Warschau als besonderer Spezialist für die Musik, die den Polen ja wie keine andere am Herzen liegt. Das heißt schon etwas! So bescheinigte der polnische Dirigent Stanislaw Skrowaczewski, der auch Aufnahmen mit Pianisten wie Artur Rubinstein gemacht hat, Kenners Chopin-Interpretationen "to be the most sensitive and beautiful he remembered." Tatsächlich spielt Kevin Kenner Chopins Klavierkonzerte wie auch die vielen Solostücke, als sei diese Musik seine zweite Muttersprache.

Oktober-2009

Quatuor Danel mit Weinberg-Zyklus
Die Gesamteinspielung der 17 Streichquartette von Mieczyslaw Weinberg schreitet zügig voran. Soeben hat das Label CPO "Volume III" veröffentlicht, auf der die Quartette Nr. 6, 8 und 15 vereint sind. Damit wird ein Bogen von 1946 über 1959 bis 1980 geschlagen und die große kompositorische Entwicklung Weinbergs nachgezeichnet, die ja stark von äußeren Faktoren wie der Flucht vor den Deutschen aus Warschau, der anschließenden stalinistischen Verfolgung, späterer Anerkennung und auch der Freundschaft mit Schostakowitsch beeinflusst war. Das Quatuor Danel setzt mit dieser Veröffentlichung sein auf sechs CDs konzipiertes Projekt fort, dessen erste Volumina bereits exzellente Kritiken erhielten. So bekam Vol. II im Januar 2009 mit dem Satz: "Für die Offenbarung dieser so eindringlichen Musik sei gedankt" den Pizzicato Supersonic Award verliehen, nachdem schon Vol. I mit dem Titel BBC music choice ausgezeichnet worden war.

Vom 17. - 21. November 2009 wird das Quatuor Danel in der Universität von Manchester in einer Weltpremiere alle 17 Streichquartette Weinbergs aufführen. Eine Wiederholung ist für das kommende Jahr in Brüssel geplant. Da das internationale Echo auf die Wiederentdeckung des polnisch-russischen Komponisten immer vernehmlicher wird, stellen die Musiker für die Saison 2010-2011 Programmvorschläge zusammen, die Werke von Weinberg einbeziehen.

September-2009

ATOS Trio goes BBC
Seit nunmehr 10 Jahren kürt BBC Radio 3 herausragende junge Kammermusikensembles wie auch Solisten zum New Generation Artist. Für die Musiker sind damit Konzerte mit den großen Symphonieorchestern der BBC und Auftritte bei englischen Festivals wie etwa dem City of London oder dem Cheltenham Festival verbunden. Auch Kammermusikabende in den regionalen Music Clubs gehören zum Programm des New Generation Artists. BBC hat soeben das ATOS Trio in seine Auswahl New Generation Artist aufgenommen. Die drei Wahl-Berliner des ATOS Trios befinden sich damit auf den Spuren berühmt gewordener Künstler wie dem Artemis Quartett, der Geigerin Janine Jansen oder dem Klarinettisten Martin Fröst, die früher in diese Auswahl gehörten. Mit dieser neuerlichen Auszeichnung erfährt das Ensemble eine weitere internationale Bestätigung seiner herausragenden Stellung unter den jungen Klaviertrios. Allerdings sind das North Norfolk Music Festival wie auch die renommierte Londoner Wigmore Hall der BBC noch um ein paar Monate zuvorgekommen: so spielte das ATOS Trio bereits am 11. September beim King's Lynn Festival und wird am 18. Oktober in London debütieren.
Mandelring mit Katarzyna Mycka - Streichquartett und Marimba!
Seit nunmehr 26 Jahren verschreibt sich das Mandelring Quartett mit ganzer Seele dem Streichquartettspiel. Einer sicheren Orchester-Anstellung ziehen die Musiker das Konzertieren in der wohl höchsten und anspruchsvollsten Ensemble-Gattung vor. Bei aller Liebe zum Streichquartett schauen die Mandelrings aber auch gern über den Tellerrand ihres Genres und entwickeln dann neue und ungewöhnliche Programmideen. Eines dieser Projekte bringt sie mit der Marimba-Spielerin Katarzyna Mycka zusammen, die sie auf einem Festival kennen- und schätzen gelernt haben. Streichquartett und Marimba klingt zwar nicht gleich "fusionsverdächtig", die polnische Künstlerin aber hat es mit ihrer ebenso virtuos wie sensibel gestaltenden Spielweise den vier Streichern angetan. So werden nun Streichquartette von Haydn und Debussy mit Marimba-Konzerten von Emmanuel Sejourne und Ney Rosauro kombiniert. Das Projekt kommt übrigens bei den Veranstaltern hervorragend an, es gibt sogar schon Anfragen für das Jahr 2013.

Juli-2009

David Theodor Schmidt erhält Bayerischen Kunstförderpreis
Da heißt es doch seit alters her: der Prophet gelte nichts im eigenen Lande. Für die jungen unter den „musikalischen Propheten“ scheint das aber - zum Glück - noch nicht zu gelten: Der Bayerische Kunstförderpreis des Jahres 2009 wird demnächst dem Pianisten David Theodor Schmidt verliehen werden. Die verheißungsvolle Entwicklung des jungen Künstlers soll damit in der näheren Zukunft unterstützt werden. Schmidt, dessen im Frühjahr bei Sony erschienene CD nicht nur für Aufhorchen, sondern auch für Hinhören gesorgt hat, ist neulich schon in seiner Heimatstadt Erlangen der Förderpreis Musik der Kulturstiftung Erlangen verliehen worden. Nun legt das Bundesland Bayern nach. Die offizielle Verleihung soll in der Münchner Residenz am 9. November stattfinden.
Tammuz Klavierquartett mit neuem Bratscher
Als Daniel Gaede, Lars-Anders Tomter, Gustav Rivinius und Oliver Triendl 2007 das Tammuz Klavierquartett gründeten, hatten sie eigentlich nur an ein, zwei Spielzeiten gedacht - das Repertoire ist ja nicht so groß, um daraus eine Lebensaufgabe zu machen. Dem phänomenalen "Debütkonzert", immerhin bei den Schwetzinger Festspielen, folgte dann aber eine ganze Reihe umjubelter Auftritte, darunter im Concertgebouw Amsterdam, die einfach Appetit auf mehr machen. So wird das Tammuz-Projekt nun mit Freude und Nachdruck auch in die weitere Zukunft getragen, übrigens mit neuem Bratscher: Volker Jacobsen, den die Musikwelt als langjähriges und hochgeschätztes Mitglied des berühmten Artemis Quartetts kennt.
Mandelring-Nachlese: 13. HambacherMusikfest mit Rekordbesuch
Das Mandelring Quartett hat Mitte Juni sein 13. HambacherMusikfest gefeiert. Als künstlerische Leiter dieses Festivals haben die vier Musiker seit der Gründung im Jahr 1997 von Jahr zu Jahr mehr Publikum angezogen. So sind in diesem Jahr mehr als 2.500 Kenner, Liebhaber und "Fans" aus allen Teilen Deutschlands und auch dem Ausland nach Hambach geströmt. In acht Konzerten, davon vier auf dem Hambacher Schloss, erlebten sie ein Programm, das die Mandelrings vor allem dem Jubilar Felix Mendelssohn Bartholdy widmeten. Mit ihren englischen Kollegen vom Emperor Quartet führten sie Mendelssohns gesamtes Kammermusik-Werk für Streicher auf. Wer die Mandelrings kennt, wird nicht erstaunt sein, dass sie darüber hinaus mit unbekannteren Werken für Überraschungen sorgten: das Klaviertrio von Fanny Mendelssohn-Hensel, das Streichoktett von Woldemar Bargiel und vor allem das Klavierquintett von Alexander Tanejew waren echte Entdeckungen für das Publikum und Thema zahlreicher Pausen- und Expertengespräche - zumal sich der Pianist Ian Fountain einmal mehr als kongenialer Klavierpartner erwies. Formulierungen der Rezensenten wie "hochgradig emotionales Spiel", "mit umwerfendem Elan" und "mitreißende Impulsivität" stehen denn auch für besonders intensive Musikerlebnisse in einer der schönsten Gegenden Deutschlands.
Neu auf unserer Liste: das do.gma chamber orchestra
Mit dem do.gma chamber orchestra haben wir ein junges Kammerorchester auf unsere Vertretungsliste genommen, das vor wenigen Jahren von Absolventen der renommierten Musikhochschule Detmold gegründet wurde. Die 16 Streicher haben mittlerweile alle ihr Konzertexamen abgelegt, sind zum Teil auch schon in großen Orchestern oder als Pädagogen an Musikhochschulen engagiert – miteinander aber immer noch durch ihre Liebe zum gemeinsamen Konzertieren verbunden. Gründer, Konzertmeister und Spiritus rector ist Mikhail Gurewitsch, der über das Künstlerische hinaus auch ein begabter Moderator ist und sich um die Vermittlung der künstlerischen Inhalte Gedanken macht. Seine direkte Ansprache an das Publikum, das enorm engagierte Auftreten der 16 Musiker (die natürlich im Stehen spielen), ihre vibrierende Spielfreude und die klug zusammengestellten Programme sind die Markenzeichen dieses jungen Klangkörpers. Da ist es kein Wunder, wenn renommierte Solisten wie die Pianisten Anatol Ugorsky und Kevin Kenner oder die Sängerin Zoryana Kushpler gerne mit dem do.gma chamber orchestra auftreten. Weitere Informationen zum do.gma chamber orchestra finden Sie hier.

Juni-2009

Frederic Chiu reüssiert mit Joshua Bell in Südamerika
Mit seinem eleganten Spiel und seiner atemraubenden Technik setzt Frederic Chiu Publikum und Kritiker gleichermaßen in Erstaunen. Seine "bilderstürmenden" Interpretationen und sein technisch außerordentlich anspruchsvolles Repertoire animierten die Kritiker, ihn als den Erben Godowskys und Rachmaninoffs zu bezeichnen, als führenden Vertreter seiner Generation. Aus seiner sehr umfangreichen Diskographie ragt die Gesamteinspielung des Klavierwerks von Prokofieff (auf 10 CDs) besonders heraus. Chiu ist aber auch als Kammermusiker aktiv. Seit einigen Jahren ist er der bevorzugte Klavierpartner des berühmten Geigers Joshua Bell, mit dem er weltweit Konzerte gibt. Gerade sind die zwei Ausnahme-Künstler in Buenos Aires aufgetreten. Die dazu erschienenen Kritiken finden Sie hier:  El Mercurio   La Tercera
Förderpreis Musik der Kulturstiftung Erlangen für David Theodor Schmidt
Vor wenigen Tagen wurde David Theodor Schmidt der Förderpreis Musik der Kulturstiftung Erlangen zugesprochen. Der Stiftungsrat schrieb dazu: "Insbesondere die Wahrnehmung von David Theodor Schmidts Arbeit und die sehr positive Würdigung durch Medien und die Fachpresse haben beeindruckt. Die Kulturstiftung Erlangen möchte mit der Preisverleihung neben der Anerkennung des Erreichten auch seinen weiteren künstlerischen Weg fördern." Der Preis wird im Rahmen einer Feierstunde am Sonntag, 21. Juni 2009, im Redoutensaal Erlangen überreicht werden.

April-2009

Mandelring Quartett von US-Tournee zurück
Die diesjährige USA-Tournee der Mandelrings begann mit einem mehrtägigen Aufenthalt und zwei Konzerten auf dem Landsitz des Dirigenten Lorin Maazel bei Washington. Anschließend war das Mandelring Quartett zu mehreren Konzerten beim Festival Mainly Mozart (San Diego) eingeladen - milde südkali­forni­sche Witterung und subtropische
Hotelanlage inbegriffen. Den Abschluss der Reise bildeten zwei Konzerte an der Ostküste in Norfolk, Virginia und im traditionsreichen Williamsburg. Kaum aus den Staaten zurück, flogen die Mandelrings zu Konzerten nach Madrid und Barcelona weiter.

März-2009

Pieter Wispelwey: Neue CD bei Onyx erschienen
Wispelweys letzte CD mit dem 2. Cellokonzert von Schostakowitsch haben wir neulich erst angekündigt, da folgt schon der nächste Streich: bei seinem neuen Label Onyx ist soeben seine Einspielung des Cellokonzertes von William Walton erschienen. Wispelwey hat dieses Konzert, das Walton 1957 für den Cellisten Gregor Piatigorsky schrieb, mit dem Sydney Symphony Orchestra unter Jeffrey Tate aufgenommen. Er kombiniert das in jüngster Zeit verstärkt im Konzertrepertoire auftauchende Werk mit Solowerken von Bloch, Ligeti, Britten und nochmals Walton. Übrigens befindet sich Pieter Wispelwey bei Onyx in hochkarätiger Gesellschaft. Das Label produziert mehr und mehr einen erlesenen Kreis sehr namhafter und weltweit konzertierender Künstler.

Februar-2009

Soeben erschienen und schon empfohlen: Sony-CD von David Theodor Schmidt
Der Pianist David Theodor Schmidt hat mit seiner 2007 für die Profil-Edition Günter Hänssler aufgenommenen Einspielung "Bach Reflections" bei zahlreichen Fachleuten für Aufhorchen gesorgt. Das Aufhorchen und Hinhören wird noch weiter zunehmen, denn seine jüngst für Sony eingespielte CD ist in diesen Tagen erschienen. In der neuesten Ausgabe des Fach-Magazins FonoForum wird sie prompt als CD-Empfehlung des Monats geehrt! Unter dem Titel "Glücklicher Einstand" stellt der Kritiker heraus, "dass hier aus jedem Titel ein Musiker spricht, der eine eigene innere Vorstellung von den Stücken entwickelt". David Theodor Schmidt erhält dafür "fünf Sterne für das interpretatorische Potential." Im FonoForum ist außerdem ein Bericht über David Theodor Schmidt erschienen, den wir auf Anfrage gerne zuschicken. Der junge Künstler wird darin sehr treffend porträtiert. Und es lohnt sich sehr, David Theodor Schmidt näher kennenzulernen!

Januar-2009

Mandelring: Schostakowitsch Vol. IV erscheint dieser Tage
Die Einspielung der fünfzehn Streichquartette von Schostakowitsch schreitet mit großen Schritten voran: eben haben
wir noch über die tollen Kritiken für Vol. III berichtet, da erscheint schon die vierte CD mit den Quartetten Nr. 10, 12 und 14. In dem auf fünf CDs angelegten Schostakowitsch-Zyklus fehlen damit nur noch die Quartette Nr. 11, 13 und
15 - in den wunderbar "düsteren" Tonarten f-moll, b-moll und es-moll. Sie werden noch in diesem Jahr erscheinen. Kritiken zu den bisher erschienenen Einspielungen der Mandelrings finden Sie hier.

Erneut im Blickfeld: das Hambacher Musikfest
Das 1997 vom Mandelring Quartett gegründete Hambacher Musikfest gehört längst zum unverzichtbaren Bestandteil des deutschen Kammermusiklebens. So wird das im Juni bereits zum 13. Mal stattfindende Festival auch in diesem Jahr wieder auf die ganz Region ausstrahlen und darüber hinaus Musikliebhaber aus weiten Teilen Deutschlands anziehen. Und auch aus dem Konzertleben der Mandelrings ist das fünftägige Zusammentreffen mit hochkarätigen Kammermusikpartnern nicht wegzudenken - mögen da noch so viele spannende Auslandstourneen im Kalender des Ensembles stehen. Das 13. Hambacher Musikfest wird anlässlich des "Mendelssohn-Jahres 2009" dessen Streicher- Kammermusik in den Mittelpunkt der Programme stellen. Was die Musiker konkret an künstlerischen Begegnungen, an Konzerterlebnissen und kulinarischen Beilagen planen, finden Sie unter http://www.hambachermusikfest.de/

Dezember-2008

Mandelring Quartett erneut auf Konzertreise in Israel
Mit Konzerten in Jerusalem, Haifa, Tel Aviv u.A. wird das Mandelring Quartett Anfang Dezember seine bereits siebte Israel-Tournee bestreiten. Die Mandelrings sind schon kurz nach ihrer Gründung in Israel zu Gast gewesen und seitdem in regelmäßigen Abständen wieder eingeladen worden. Im Laufe der Tourneen gab es dabei viele denkwürdige Konzerte und Erlebnisse. Von Anfang an bewegten sich die Auftritte landestypisch im Spannungsfeld zwischen den Konzertreihen der Universitätstädte auf der einen und den Kibbuzzen auf der anderen Seite. Unvergessen sind zudem die Auftritte in Gaza (zweimal) und Ramallah, wo arabische Frauen, die noch nie in ihrem Leben klassische Konzerte erlebt hatten, anschließend voller Rührung auf die Musiker zukamen. Während die Musiker sich nun ganz dem aktuellen Konzertrepertoire widmen, laufen bereits die Planungen für die nächste Isrealreise, die nicht lange auf sich warten lassen wird.
Quartetto di Cremona nimmt neue CD auf - in Cremona!
Das Quartetto di Cremona macht seinem Namen alle Ehre: in der Stadt der großen Geigenbauer spielt es derzeit eine CD für eine italienische Sonder-Edition ein. Die Musiker kombinieren darauf das erste der sechs "russischen" Streichquartette von Haydn (op. 33/1) mit dem 2. Streichquartett von Borodin. Die Instrumente, die ihnen speziell für diese CD zur Verfügung gestellt werden, stammen alle aus Cremona und könnten edler kaum sein: eine Guarneri del Gesù "Hoffmann-Harrington" von 1744  (auch "Prince of Orange" genannt), eine Stradivari von 1734 "Scotland University", eine Amati-Bratsche "Stauffer" von 1615 und das Stradivari-Cello "Pawle" von 1730.
Zum Chopin-Jahr 2010: Kevin Kenner mit dem Programm "Couplets"
Für die kommenden Spielzeiten - und speziell zum Chopin-Jahr 2010 bringt der Pianist Kevin Kenner einen ganz besonderen Beitrag: in dem mit "Couplets" betitelten Programm porträtiert er Chopin vor dem Hintergrund seiner Vorbilder und Vorläufer (Bach, Beethoven, Weber, Field) wie auch der ihm nachfolgenden Komponisten. Jeweils paarweise stellt Kenner die Bezüge zwischen Chopin und den anderen Tonschöpfern her. Ein weiterer Chopin-Beitrag sieht die berühmten vier Scherzi des polnischen Komponisten als Eckpfeiler eines Programmes vor, das mit weiteren Meisterwerken der typischen Gattungen Chopin'scher Klaviermusik aufwartet: Mazurken, Nocturnes, Polonaisen, Preludes und Walzer. Kevin Kenner, der in diesem Jahr auch vermehrt auf historischen Flügeln der Chopin-Zeit gespielt hat (dazu unsere August-Nachrichten), wird speziell dieses Programm alternativ auf einem Pleyel-Flügel von 1848 anbieten. Chopin hat mehrfach seine besondere Vorliebe für die Instrumente aus dem Hause Pleyel bekannt. Wer Kevin Kenner mit Chopins Werken auf einem Pleyel erlebt, wird das sofort verstehen!
Amaryllis Quartett erhält Presse-Preis beim TROMP 2008 in Eindhoven
Das Amaryllis Quartett ist gerade aus dem Internationalen Streichquartett-Wettbewerb TROMP 2008 in Eindhoven als zweifacher Preisträger hervorgegangen. So erhielt es neben einem Wettbewerbspreis auch den Presse-Preis, der von Anthony Fiumara (Trouw), Bela Luttmer (Volkskrant), Tully Potter (The Strad Magazine), Carsten Dürer (Ensemble, Magazin für Kammermusik) und Marjolijn Sengers (Einhovens Dagblad) vergeben wurde. Die fünfköpfige Jury begründete den an das Amaryllis Quartett vergebenen Sonder-Preis mit den Worten: „Because of it’s cultural tone, deep understanding of what it is to be quartet, they are ready for a career now.“

November-2008

Mandelrings Schostakowitsch, Vol. III erhält weitere Lobeshymnen
Im Sommer ist die dritte Mandelring-Einspielung des Zyklus' aller Schostakowitsch-Quartette erschienen - und die Lobenshymnen lassen nicht lange auf sich warten. Nachdem schon die FAZ das Erscheinen von "Vol. III" zum Anlass für eine ausführliche Besprechung des gesamten Zyklus' und eine Eloge auf das Mandelring Quartett genommen hat (s. auch unsere Nachrichten im Juli), folgen nun im FonoForum (mit 5 Sternen!) und dem Mannheimer Morgen weitere Rezensionen, die die Ausnahmestellung des Mandelring Quartetts unterstreichen.
Da sehen wir schon mit Spannung der nächsten Veröffentlichung entgegen, die mit "Schostakowitsch - Vol. IV" für Ende Januar erwartet wird.

       

ATOS Trio in den USA umjubelt
Mit dem Gewinn des Kalichstein-Laredo-Robinson Trio Awards (2007) hat das ATOS Trio eine große Anzahl von Konzerten in den USA übertragen bekommen, die in fünf (!) Tourneen zusammengefasst werden. Die erste Tournee hat gerade stattgefunden - und den Musikern großen Jubel, neue Freunde und begeisterte Bewunderer gebracht. Im Frühjahr stehen schon die nächsten beiden Touren an, gefolgt von zwei weiteren in der Saison 09-10.
Nahtlos daran anknüpfen wird eine Australien-Tournee mit mehr als 30 Konzerten und eine gesonderte Konzertreise nach Neuseeland.
Mandelring-Programm mit Viola d'amore
Anfang Oktober hat das Mandelring Quartett mit seinem Quintettpartner Gunter Teuffel, Solobratschist beim Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, einige sehr erfolgreiche Quintettabende gegeben. Die Zusammenarbeit soll nun mit einem besonderen Projekt fortgesetzt werden: Als Leos Janacek sein 2. Streichquartett "Intime Briefe" komponierte, hatte er dafür als Besetzung ein Streichquartett mit Viola d'Amore an Stelle der normalen Bratsche im Kopf. Es ist kaum bekannt, dass es von dieser Urfassung ein eigenhändiges Manuskript Janaceks gibt, das in Vielem von der heute gebräuchlichen Fassung abweicht. Gunter Teuffel hat in Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Bratschisten des Smetana-Quartetts, Milan Skampa, dieses Manuskript ausfindig gemacht. Gemeinsam mit Teuffel
unternahm nun das Mandelring Quartett das Experiment, die Intimen Briefe in dieser Fassung zu spielen. Die erste Aufführung fand im Rahmen des Kongresses der Viola d'Amore Society of America in
der Landesmusikakademie Baden-Württemberg statt. Weitere Aufführungen werden folgen. Die Viola d'Amore, auf der Gunter Teuffel spielt, ist genau das Instrument, das Janacek seinerzeit zur Komposition dieses Stückes anregte. Komplettieren werden die Mandelrings und Teuffel ihr Programm u.a. mit Dvoraks wunderbarem Bratschen-Quintett op. 97, das der Komponist im Zuge seiner Nordamerika-Reise schrieb.

Oktober-2008

"Verlust und Erinnerung" - Mandelring Quartett startet mit neuen Programmen in die  Konzertsaison
Wie in jedem Herbst hat das Mandelring Quartett neue Programme für die neue Spielzeit vorbereitet. Eines davon bringt drei besondere Werke unter dem Titel "Verlust und Erinnerung" zusammen: Brittens 3. Streichquartett, das sich bekantlich auf seine Oper "Der Tod in Venedig" bezieht; dann Smetanas Quartett "Aus meinem Leben", ein Rückblick auf das eigene Leben, gegen dessen Ende er einen der schmerzlichsten Verluste erlitt, die es für einen Musiker geben kann: den seines Gehörs; und schließlich Mendelssohns Streichquartett op. 80, das der Komponist im September 1847 unter dem erschütternden Eindruck des Todes seiner geliebten Schwester schrieb - nur zwei Monate, bevor er selbst starb. "Verlust und Erinnerung" wird die Mandelrings durch die ganze Saison begleiten - allerdings kontrastiert durch weitere Programme, die mit Werken von Haydn, wiederum Mendelssohn, Borodin u.v.a. der lichten Seite des Daseins genügend Platz einräumen.
Pieter Wispelwey und Alexander Melnikov spielen Beethoven-Marathon in München
Pieter Wispelwey kommt zurück nach München. Der holländische Ausnahme-Cellist, der sich 1997 in der bayerischen Landeshauptstadt schon einmal mit dem Zyklus aller sechs Bach-Suiten vorstellte (und dafür eine hymnische Kritik in der Süddeutschen Zeitung erhielt), wird am Samstag, dem 1. November (Allerheiligen) mit dem fabelhaften russischen Pianisten Alexander Melnikov Beethovens fünf Sonaten und die drei Variationen-Werke für Cello und Klavier spielen. Schauplatz dieses ungewöhnlichen Beethoven-Marathons ist sinnigerweise die Allerheiligenkirche am Kreuz, das Konzert beginnt wegen seiner Überlänge bereits um 18.30 Uhr.

Quatuor Danel liebt die Kontraste
Es ist wohl schwierig, ein Streichquartett zu finden, das über ein weiter gespanntes Repertoire verfügt als das in Brüssel lebende französische Quatuor Danel. Die Danels waren von jeher extrem neugierig - sowohl auf das Nischen-Repertoire der klassisch-romantischen Epoche als auch auf die Werke der Avantgarde. Zudem schauen sie gern über den Tellerrand des Quartettspiels hinaus. Ein Ausblick auf die Konzerte der nächsten Wochen vermittelt mal wieder ein typisches Bild: spielen die Danels Ende Oktober noch mit zwei Freunden einen Streichsextettabend im Amsterdamer Concertgebouw, so sind sie kurz darauf mit einem in Paris stattfindenden Musikworkshop auf den Spuren neuer Möglichkeiten der elektronischen Erweiterung des Streichquartettspiels unterwegs. In Amsterdam widmen sie sich dem Sextettschaffen von Brahms,  in Paris den Ergebnissen musikwissenschaftlicher wie auch musikpraktizierender Forschungen , gefolgt von einem weiteren Auftritt in Südfrankreich.

September-2008

Pieter Wispelwey: Neue CD mit Schostakowitsch und Britten soeben erschienen
Pieter Wispelweys Einspielung des 1. Cellokonzertes von Schostakowitsch - aufgenommen mit dem Australian Chamber Orchestra - hat seinerzeit großartige Kritiken erhalten. Das Gramophone Magazine schrieb u.A. dazu: “a musician through and through, someone you can always trust to get the message right”. Nun erscheint auch seine Einspielung von Schostakowitschs 2. Cellokonzert, eingespielt mit der Sinfonietta Cracovia - wie immer bei seinem Label Channel Classics. Wispelwey hat das Konzert mit einer Solo-Suite des 20. Jahrhunderts kombiniert: der 3. Cello-Suite von Britten. Auch die nächsten CD-Projekte stehen kurz vor der Veröffentlichung: im Spätherbst wird ein Live-Mitschnitt des Cellokonzertes von Walton, im nächsten Frühjahr dann ein weiterer mit der Symphonie Concertante von Prokofieff veröffentlicht.

Mandelring Quartett auf Tournee in Südost-Asien
Für die Mandelrings beginnt die neue Saison gleich mit einem Paukenschlag: das renommierte Streichquartett ist in diesen Tagen auf Konzertreise in Südostasien unterwegs. Die Konzerte in Tokyo, Nagoya, Osaka und Seoul sind weitere Glanzpunkte in ihrer an Höhepunkten bereits reichen Karriere. Das Mandelring Quartett spielt auf Einladung des Goethe-Institutes, das zusätzlich Meisterkurse in Tokyo und Seoul organisiert. In Seoul wird es wie schon beim ersten Besuch der Mandelrings vor sechs Jahren eine Zusammenarbeit mit koreanischen Musikern geben: Schumanns Klavierquintett und Mendelssohns Streichoktett sollen gemeinsam erarbeitet und aufgeführt werden. Für Japan stehen u.a. Streichquartette von Schostakowitsch und Beethoven auf dem Programm. Einige der Konzerte sind bereits ausverkauft, in Osaka werden sogar schon Bühnenplätze verkauft. Weitere Informationen können Sie mit Hilfe eines vom Goethe-Institut produzierten Podcasts erhalten: http://goethe.de/uun/prj/pod/wei/deindex.htm
2. Weinberg-CD des Quatuor Danel erschienen
Das Label CPO hat gerade die zweite Weinberg-Einspielung des französischen Quatuor Danel veröffentlicht. Die als Volume II erschienene CD bringt Mieczyslaw Weinbergs Streichquartette Nr. 7 op. 59, Nr. 11 op. 89 und Nr. 13 op. 118 zusammen. Die zwischen 1957 und 1977 geschriebenen Werke sind vom Charakter und der formalen Anlage her sehr unterschiedlich und greifen sowohl Klezmer-Anklänge als auch die Tonsprachen von Bartok und Schostakowitsch auf. Die für die russische Musik des 20. Jahrhunderts typische Vielfalt an Einflüssen kommt deutlich zur Geltung. Nachdem Volume I im BBC Magazine als Kammermusik-CD des Monats März 2008 vorgestellt wurde, warten wir nun schon gespannt auf die ersten Reaktionen der Kritiker.

August-2008

Kevin Kenner spielt Chopin mit dem Orchestra of the age of enlightenment
Der kalifornische Pianist Kevin Kenner hat sich in jüngster Zeit verstärkt mit dem Chopin-Spiel auf historischen Flügeln beschäftigt.
Im Frühjahr hat er für die Warschauer Chopin-Gesellschaft eine CD auf einem Pleyel-Flügel der Chopin-Zeit eingespielt, die in wenigen Tagen erscheinen wird. Auch im Konzertleben greift Kevin Kenner auf den Pleyel-Flügel zurück: bei dem in diesen Tagen in Warschau stattfindenden 4th International Festival „Chopin and his Europe“ spielt er mit dem berühmten Orchestra of the age of enlightenment Chopins 2. Klavierkonzert. Es dirigiert Frans Brüggen, der Polnische Rundfunk schneidet mit. Kevin Kenner befindet sich auf dem Festival in guter Gesellschaft: es treten dort weitere renommierte Pianisten wie Ivo Pogorelich und Grigory Sokolov auf.

Juli-2008

FAZ sieht das Mandelring Quartett auf den Spuren des Alban Berg Quartetts.
eine derart hymnische Kritik würden sich wohl viele Streichquartette wünschen: die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat am 19. Juli eine ausführliche Rezension zur Schostakowitsch-Gesamteinspielung des Mandelring Quartettes abgedruckt. Der Kritiker beendet seine Besprechung mit den Worten:
Die Musikszene hat mit der Auflösung des Alban Berg Quartetts einen schmerzlichen Verlust erlitten. Aber auch in der Kunst "fließt" alles: Die Mandelrings hatten schon in ihren Schubert-Einspielungen gezeigt, dass sie das Zeug dazu haben, eine neue "Spitze" der Quartett-Kunst zu besetzen. Diese Schostakowitsch- Aufnahmen demonstrieren, dass sich diese "Spitze" nicht nur auf die Tradition, sondern auch auf die Moderne erstreckt.

Juni-2008

Nach den großen Wettbewerbserfolgen und Preisen: ATOS Trio tours Australia and the USA
Das ATOS Trio hat im letzten Jahr mit dem Gewinn des Gesamtpreises sowies sämtlicher Einzel- und Spezialpreise bei der 5th Melbourne International Chamber Music Competition wie auch mit der Verleihung des Kalichstein-Laredo-Robinson International Trio Award eine ausgezeichnete Grundlage für eine große Konzertkarriere gelegt bzw. erhalten.

Derzeit laufen die Vorbereitungen für eine Konzertreise im Spätherbst 2009, die das Klaviertrio in mehr als 30 Städte Australiens und Neu-Seelands bringen wird. Parallel dazu werden die Eckpfeiler für mehrere US-Tourneen gesetzt, für die bereits mehr als 25 Städte gemeldet haben. Derweil hat auch im "Alten Europa" die ohnehin schon starke Nachfrage nach dem ATOS Trio noch weiter zugenommen.

Quatuor Danel: Gesamteinspielung der siebzehn Streichquartette von Mieczyslaw Weinberg
Das Quatuor Danel, das vor zwei Jahren eine sehr bemerkenswerte und mit Lobeshymnen überschüttete Gesamteinspielung der fünfzehn Streichquartette von Schostakowitsch vorgelegt hat, beschäftigt sich derzeit mit einem weiteren diskographischen Groß-Projekt:

Die in Brüssel lebenden Franzosen nehmen für CPO alle siebzehn Streichquartette von Mieczyslaw Weinberg auf. Der 1919 in Warschau geborene Komponist, der durch den Holocaust und später durch Stalins Säuberungspolitik viele Angehörige verlor, gehörte lange Jahre zum engeren Kreis der bedeutenden sowjetischen Komponisten und war auch eng mit Schostakowitsch befreundet.

Volume I mit den Streichquartetten Nr. 4 und 16 ist bereits im letzten Herbst erschienen, Volume II mit den Quartetten Nr. 7, 11 und 13 folgt nun Ende August, kurz vor Beginn der neuen Konzertsaison. Weitere Quartette haben die Musiker bereits im Kasten, die noch verbliebenen sollen bis zum Ende dieses Jahres aufgenommen sein. Nachdem sich die Danels schon mit ihrem Schostakowitsch als profunde Kenner der russischen Kammermusik erwiesen haben, darf erwartet werden, dass auch die Einspielung der sehr hörenswerten Werke von Mieczyslaw Weinberg große Aufmerksamkeit unter den Kritikern und Musikliebhabern finden wird.

1. Schubert-CD des Mandelring Quartetts wird neu aufgelegt.
Nach der gerade erst im Mai erschienenen dritten Schostakowitsch-CD erscheint schon im Juni eine weitere Einspielung des Mandelring Quartettes. Es handelt sich um die Neuauflage der 1. CD der Schubert-Trilogie, die mit den Quartetten "Der Tod und das Mädchen" und dem frühen Quartett Es-Dur D.87 vor knapp fünf Jahren erschienen ist.
Diese CD wird von dem Label Audite gerade neu als SACD (d.h. mit Surround-Klang) veröffentlicht. Damit kann sie -
wie auch schon die ihr nachfolgenden Vol. 2 und 3 der Schubert-Reihe - mit einer entsprechende Surround-Anlage in völlig neuem Klangbild erlebt werden. Der Unterschied vom herkömmlichen Stereo-Klang zum modernen Surround-Hörerlebnis kann als ähnlich groß beschrieben werden wie seinerzeit der Schritt vom Mono- zum Stereo-Klang.
Allerdings hat es nicht nur die neue "Verpackung" in sich: die Schubert-CD Vol. I erhielt seinerzeit glänzende Kritiken!
Die Februar-Ausgabe 2004 des Fono Forums brachte mit der Bestbenotung von fünf Sternen eine ausführliche Besprechung - und im Deutschlandfunk schwärmte der Rezensent mit Begriffen wie "einfach imponierend!", "musikalisches Denken und musikalische Rede par excellence"oder "unerhört modern, groß in den Emotionen".
25 Jahre Mandelring Quartett !
Im Februar haben wir schon auf das „Silberne Bühnen-Jubiläum“ des Mandelring Quartetts aufmerksam gemacht, das wir in diesem Jahr feiern möchten. Die Musiker haben inzwischen einen Flyer entworfen, der an dieser Stelle eingesehen werden kann.
Die Entwicklung der drei Geschwister Schmidt und des Bratschers Roland Glassl hat im Laufe der Jahre weltweit zahlreiche Kenner und Musikfreunde überzeugt, sie ist in der Tat beeindruckend! Und wer die musikalische Neugier der Mandelrings, aber auch die Zielbewusstheit und Akribie ihrer Probenarbeit kennt, wird erahnen, dass die Musiker bereits zu weiteren künstlerischen Höhepunkten aufbrechen.

Mai-2008

Mandelring Quartett legt Vol. III der Schostakowitsch-Gesamteinspielung vor.
In diesen Tagen erscheint beim Label Audite die dritte CD der Gesamteinspielung aller 15 Streichquartette von Schostakowitsch. Sie enthält die sehr unterschiedlich gebauten Quartette Nr. 5, 7 und 9, die allesamt eine Welt für sich darstellen.
Das Mandelring Quartett wird bei seiner Arbeit nicht nur von den immer neuen Herausforderungen der Tonsprache Schostakowitschs, sondern auch von den exzellenten Kritiken für die bereits veröffentlichen Volumina I und II angespornt. Schon im kommenden Herbst soll Vol. IV mit den Quartetten 10, 12 und 14 folgen, die bereits im Tonstudio eingespielt wurde.

Februar-2008

ATOS Trio: Herzogenberg-CD nach wenigen Wochen vergriffen
Nur wenige Wochen nach ihrem Erscheinen und einer enthusiastischen Besprechung im KulturSpiegel, ist die aktuelle CD des ATOS Trios mit Werken Heinrich von Herzogenbergs in erster Auflage bereits vergriffen. Das Label cpo hat aber schnell reagiert und sogleich eine zweite Auflage gepreßt, die in diesen Tagen erhältlich sein wird.

Januar-2008

Neu bei cpo: ATOS Trio legt fabelhafte Einspielung der beiden Herzogenberg-Trios vor
Das ATOS Trio hat mit seiner bei Ars Musici erschienenen Debüt-CD viele Musikkenner verblüfft. Die CD war entsprechend schnell vergriffen. Nun legt das in Berlin lebende Klaviertrio mit einer Einspielung der beiden Klaviertrios von Heinrich von Herzogenberg nach. Vor wenigen Tagen ist die CD bei cpo erschienen - und hat schon die ersten glänzenden Kritiken erhalten. Das ATOS Trio mit seiner fulminanten Spielweise rückt die kaum bekannten, bis dato auch unterschätzten Klaviertrios in ein neues Licht. Hierzu möchten wir auf die gerade bei Spiegel online erschienene Besprechung besonders hinweisen.
25 Jahre auf dem Podium: Mandelring Quartett feiert sein Bühnen-Jubiläum
1983 haben die drei Geschwister Sebastian, Nanette und Bernhard Schmidt zusammen mit einem befreundeten Bratscher in Neustadt/Weinstraße ihr erstes Konzert gegeben. Es folgten Jahre des intensiven Studiums, der Wettbewerbe mit glänzenden Siegen und schließlich eine Karriere, die das Ensemble - nun mit dem Bratscher Roland Glassl - rund um die Welt führt. 25 Jahre liegen nun zwischen dem Beginn als ambitioniertem Familienquartett und einem Streichquartett von mittlerweile internationalem Rang und Ruf. Das wollen die Mandelrings mit einem besonderen Programm feiern: Beethovens Quartette op. 18/6 und op. 130, die der große Meister in einem Abstand von 25 Jahren komponierte, werden kontrastiert mit Debussys einzigem Streichquartett - einem Werk, das die Mandelrings vom ersten Konzert an bis heute immer wieder in ihren Programmen berücksichtigten. So werden hier 25 Jahre kompositorischer Entwicklung mit 25 Jahren interpretatorischer Reifung kombiniert.


 

Künstlersekretariat Rolf Sudbrack
Gösselkoppel 54a D-22339 Hamburg
Telefon: +49 (0)40 5 38 21 65   /  +49 (0)40 538 20 49
Telefax: +49 (0)40 538 72 20
E-Mail: agentur@sudbrackmusik.de