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Kenners
künstlerische Leistungen brachten ihm weltweites Kritikerlob. Die
Chicago Tribune bezeichnete ihn als "one of the finest
American pianists to come along in years", der Londoner
Independent feierte eines seiner Rezitale als " the best
performance I have ever heard in the concert hall of all four of
Chopin's Ballades". Die Financial Times beschrieb Kenner als
einen "player of grace, subtle variety and strength, with a
mature grasp of dramatic structure and proportion". Und die
Washington Post erklärte ihn kürzlich zu einem Künstler, "whose
intellect, imagination and pianism speak powerfully and
eloquently." Der Dirigent Stanislaw Skrowaczewski, der auch
Aufnahmen mit Pianisten wie Artur Rubinstein gemacht hat, bescheinigte
Kenners Chopin-Interpretationen "to be the most sensitive and
beautiful he remembered."
Bereits
in jungen Jahren zeigte der gebürtige Kalifornier großen Interesse
am Klavierspiel und erhielt Unterricht bei dem polnischen Pianisten
Krzysztof Brzuza, der ihn als Teenager zum Vorspiel nach Polen zu
Ludwik Stefanski schickte. Dieser bereitete ihn umgehend auf den
Chopin-Wettbewerb 1980 vor, an dem Kenner als jüngster Wettbewerber
teilnahm - und einen Sonderpreis als das vielversprechendste Talent
erhielt. Kenners Aufenthalt in Polen fällt in eine bedeutende Epoche
der polnischen Geschichte und verlief parallel mit den Anfängen der
Solidarnosc-Bewegung, Streiks, Protesten und strengen
Lebensmittel-Rationierungen. Dies alles hinterließ bleibende Eindrücke
und eine lebenslange Liebe des Pianisten zu Polen. Nach dem Tod seines
polnischen Lehrers setzte Kenner seine Studien für fünf Jahre bei
dem legendären Leon Fleisher am Peabody Conservatory in Baltimore
fort. Nach Europa zurückkehrend beendete Kenner seine Ausbildung bei
Karl-Heinz Kämmerling in Hannover und verlegte seinen ständigen
Wohnsitz endgültig nach Europa. Heute lebt Kevin Kenner in Krakau und
London, wo er am Royal College of Music unterrichtet.
Kenner
konzertierte als Solist mit Weltklasse-Orchestern wie dem Hallé
Orchestra, dem BBC Symphony Orchestra, den Berliner Sinfonikern, den
Warschauer Philharmonikern, den Tschechischen Philharmonikern, der
Belgischen Radio und Fernseh-Philharmonie, dem NHK Symphony of Japan
und in den USA mit den führenden Orchestern von San Francisco, San
Diego, Salt Lake City, Kansas City, New Jersey, Rochester, Baltimore,
St. Paul und vielen anderen. Dabei arbeitet er mit so renommierten
Dirigenten wie Sir Charles Groves, Andrew Davis, Hans Vonk, Stanislaw
Skrowaczewski, Jerzy Maksymiuk, Kazimierz Kord, Jiri Belohlavek und
Antoni Wit.
Als
Kammermusiker ist Kevin Kenner Partner der Streichquartette Belcea,
Tokyo, Endellion, Vogler und Panocha, um nur einige zu nennen. Mit dem
polnischen Ensemble Piazzoforte war er auf Tourneereisen und spielte
CDs mit besonderen Arrangements von Werken Astor Piazzolla, Chopin und
Bach ein. Kenner ist außerdem Gründer und künstlerischer Direktor
des Ensemble XIX, das auf Originalinstrumenten aus dem 19. Jahrhundert
konzertante Werke Frederik Chopins spielt. Inzwischen ist er auch
selbst als Juror führender Klavierwettbewerbe weltweit tätig - und
2010 schließt sich der Kreis, wenn er als Juror am nächsten
Internationalen Chopin-Wettbewerb in Warschau teilnehmen wird.
Kevin
Kenners CD-Einspielungen werden weltweit vertrieben und umfassen - natürlich
– viele CDs mit Werken Chopins, aber auch Schumann, Ravel, Beethoven
und Piazzolla. Seine bereits erwähnte Einspielung mit dem Ensemble
Piazzoforte erhielt in Polen den 'Frederyk' in der Rubrik Kammermusik
als beste CD des Jahres (vergleichbar dem Preis der Deutschen
Schallplattenkritik). Kenner hat sich auch als Spezialist für
historische Aufführungspraxis einen Namen gemacht. So erhielt seine
Einspielung von Solo-Werken Chopins auf einem historischen Pleyel von
1848 vom französischen Magazin 'Diapason' fünf Sterne und ein
'Superb'.
Die
Pläne dieser Saison beinhalten Konzerte mit Franz Bruggen und dem
Orchestra of XVIII Century, Konzerte und Aufnahmen mit dem Ensemble
XIX, ein Chopin-Rezital auf einem 1826'er Graf bei der Cité de la
Musique Paris, Konzerte und Aufnahmen aus Anlaß des 150. Geburtstages
von Ignaz Paderewski sowie Konzertreisen durch Japan, die USA, Mexiko,
Kanada, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Polen.
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