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Das
deutsch-schweizerische Amaryllis Quartett wurde von Walter
Levin, dem Primarius des La-Salle Quartetts, in Basel ausgebildet und
studiert seit 2007 beim Alban Berg Quartett in Köln.
Das Amaryllis Quartett
sucht eine besondere Herausforderung in der Gestaltung von Programmen,
die im Spannungsfeld zwischen den klassischen
Streichquartett-Kompositionen und den Werken der Neuen Wiener Schule
um Arnold Schönberg stehen. Programme mit dieser Leitidee gestaltete
das Quartett bei der Biennale Bern, dem KulturGut Holzhausen und beim
Internationalen Beethovenfest in Bonn. Hier eröffnete es im Beisein
von Schönbergs Tochter Nuria Schönberg-Nono eine Ausstellung des
Kunstmuseums mit Bildern von Schönberg.
Die Wiederentdeckung
heute vergessener Meisterwerke ist ein weiteres wichtiges Anliegen des
jungen Quartetts. Sein besonderes Interesse gilt hierbei dem
ungarischen Komponisten und Bartók-Schüler Géza Frid, dessen
Streichquartette es 2008 bei CovielloClassics als Weltersteinspielung
veröffentlicht hat. Außerdem ist die Aufnahme von acht der 16
Streichquartette des Schubert-Zeitgenossen und Violinvirtuosen
Friedrich Ernst Fesca bei cpo in Vorbereitung. Aber auch für die
Zeitgenössische Musik setzt sich das Quartett ein und brachte u.a.
Werke des Berliner Jazzcellisten und Komponisten Mathis Brun und des
Esten Eino Tamberg zur Uraufführung.
Das Amaryllis Quartett
spielt regelmäßig in Konzertreihen und auf Festivals in Deutschland,
der Schweiz und dem europäischen Ausland; dazu zählten 2005
Auftritte in der Stuttgarter Liederhalle und beim Lucerne Festival und
2006 Konzerte beim NDR, beim Festival
"Mecklenburg-Vorpommern" und bei der Società del Quartetto
di Milano. Außerdem rief das Quartett seine eigene Konzertreihe in
der Laeiszhalle Hamburg ins Leben. Die Organisation ProQuartett Paris
ermöglichte dem Ensemble im Sommer 2007 in Zusammenarbeit mit ACCR
eine einmonatige Residenz in der Provence und lädt es regelmäßig zu
Konzerten nach Frankreich ein.
Beim Südwestdeutschen
Rundfunk SWR trat das Amaryllis Quartett in der Sendereihe "50
Meisterwerke" auf, wo es zusammen mit Walter Levin Weberns Fünf
Stücke für Streichquartett op. 5 vorstellte. Für Radio Berlin
Brandenburg und im Wissenschaftskolleg Berlin gestaltete das Quartett
ebenfalls mit Walter Levin ein Lecture Recital über das zweite
Streichquartett von Johannes Brahms. Mit Streichquartetten von Franz
Schubert und Béla Bartók konzertierte das Amaryllis Quartett u.a. in
Hamburg und Norddeutschland, wo die Auftritte von der Presse unter den
Titeln "Leidenschaftliches Zusammenspiel" und
"Zusammenspiel in Perfektion" äußerst positiv besprochen
wurden. Außerdem gewann das Amaryllis Quartett mit diesem Programm im
April 2005 den 1. Preis beim Internationalen "Charles Hennen
Concours" in den Niederlanden.
Künstlerische Anregung
erhielt das Amaryllis Quartett durch Meisterkurse beim Artemis
Quartett und in gemeinsamen Konzerten u.a. mit Barbara Westphal,
Laurent Albrecht Breuninger, Francois Benda, Dimitri Ashkenazy und dem
Schauspieler Christoph Bantzer.
Der Geiger Gustav
Frielinghaus erhielt den wichtigsten Teil seiner Ausbildung
während der letzten vier Jahre bei Prof. Igor Ozim in Bern, nachdem
er zuvor bei Prof. Winfried Rüssmann in seiner Heimatstadt Hamburg
studierte. Neben Opernproduktionen und Sinfoniekonzerten als
Konzertmeister, trat er solistisch mit verschiedenen internationalen
Jugendorchestern in Asien und den USA und dem Bieler Sinfonieorchester
in der Schweiz auf. Besonders die Kammermusik nimmt mit Rezitals in
Norddeutschland und verschiedenen eigenen Projekten einen großen
Stellenwert ein. Derzeit studiert Gustav Frielinghaus bei Prof. Thomas
Brandis in Lübeck.
Lena Wirth,
geboren in Schwetzingen, begann 2002 ihr Studium bei Prof. Jörg
Hofmann in Freiburg und wechselte später zu Prof. Laurent Albrecht
Breuninger nach Karlsruhe. Schon früh widmete sie sich der
Kammermusik, angefangen als Preisträgerin von "Jugend
musiziert", im Streichquartett an der Freiburger Musikhochschule,
sowie bei Meisterkursen beim Mandelring-Quartett und dem Trio op. 8,
bevor sie 2004 zum Amaryllis-Quartett hinzu kam. Neben Reisen nach
Australien und Kanada als Konzertmeisterin in verschiedenen
Jugendorchestern, hatte sie solistische Auftritte mit dem
Kurpfälzischen Kammerorchester und der Capella Palatina.
Lena Eckels,
gebürtige Detmolderin, studiert seit 2001 bei Prof. Barbara Westphal
an der Musikhochschule Lübeck. Bereits während ihrer Schulzeit wurde
sie in der Solo- und Kammermusikwertung von "Jugend
musiziert" auf Bundesebene mit 1. Preisen ausgezeichnet. Dieser
Erfolg setzte sich im Sommer 2004 mit dem Förderpreis der
Gesellschaft der westfälischen Kulturarbeit und dem Sieg beim
Brahms-Wettbewerb in Pörtschach/Österreich fort. Lena Eckels
besuchte Meisterkurse bei Nobuko Imai, James Dunham und Heidi
Castleman (Sarasota Music Festival/Florida). Als Kammermusikerin
erhielt sie den Klassikpreis der Stadt Münster, machte Aufnahmen beim
WDR und BR, und spielt seit 2005 im Amaryllis-Quartett mit.
Der Cellist Yves
Sandoz aus Solothurn/Schweiz begann 2000 sein Studium bei Prof.
Reinhard Latzko in Basel. Meisterkurse besuchte er bei Monique
Bartels, Christophe Coin, Wen-Sinn Yang und Martin Zeller. Er war
Stimmführer des Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchesters und trat
solistisch mit Orchestern aus Grenchen, Burgdorf und Solothurn auf.
Seit 2003 spielt Yves Sandoz im Amaryllis-Quartett, zuvor wurde er
Preisträger des Schweizer Kammermusikwettbewerbs und spielte bei den
Orpheus-Konzerten. Außerdem erhielt er 2004 den Werkjahrpreis des
Kantons Solothurn. Derzeit studiert er an der Musikhochschule
Saarbrücken bei Prof. Gustav Rivinius. |