Amaryllis-Quartett

 
   
  Gustav Frielinghaus · Violine - Lena Wirth · Violine
Lena Eckels ·
Viola - Yves Sandoz ·  Violoncello


Künstlersekretariat Rolf Sudbrack

Das deutsch-schweizerische Amaryllis Quartett wurde von Walter Levin, dem Primarius des La-Salle Quartetts, in Basel ausgebildet und studiert seit 2007 beim Alban Berg Quartett in Köln.

Das Amaryllis Quartett sucht eine besondere Herausforderung in der Gestaltung von Programmen, die im Spannungsfeld zwischen den klassischen Streichquartett-Kompositionen und den Werken der Neuen Wiener Schule um Arnold Schönberg stehen. Programme mit dieser Leitidee gestaltete das Quartett bei der Biennale Bern, dem KulturGut Holzhausen und beim Internationalen Beethovenfest in Bonn. Hier eröffnete es im Beisein von Schönbergs Tochter Nuria Schönberg-Nono eine Ausstellung des Kunstmuseums mit Bildern von Schönberg.

Die Wiederentdeckung heute vergessener Meisterwerke ist ein weiteres wichtiges Anliegen des jungen Quartetts. Sein besonderes Interesse gilt hierbei dem ungarischen Komponisten und Bartók-Schüler Géza Frid, dessen Streichquartette es 2008 bei CovielloClassics als Weltersteinspielung veröffentlicht hat. Außerdem ist die Aufnahme von acht der 16 Streichquartette des Schubert-Zeitgenossen und Violinvirtuosen Friedrich Ernst Fesca bei cpo in Vorbereitung. Aber auch für die Zeitgenössische Musik setzt sich das Quartett ein und brachte u.a. Werke des Berliner Jazzcellisten und Komponisten Mathis Brun und des Esten Eino Tamberg zur Uraufführung.

Das Amaryllis Quartett spielt regelmäßig in Konzertreihen und auf Festivals in Deutschland, der Schweiz und dem europäischen Ausland; dazu zählten 2005 Auftritte in der Stuttgarter Liederhalle und beim Lucerne Festival und 2006 Konzerte beim NDR, beim Festival "Mecklenburg-Vorpommern" und bei der Società del Quartetto di Milano. Außerdem rief das Quartett seine eigene Konzertreihe in der Laeiszhalle Hamburg ins Leben. Die Organisation ProQuartett Paris ermöglichte dem Ensemble im Sommer 2007 in Zusammenarbeit mit ACCR eine einmonatige Residenz in der Provence und lädt es regelmäßig zu Konzerten nach Frankreich ein.

Beim Südwestdeutschen Rundfunk SWR trat das Amaryllis Quartett in der Sendereihe "50 Meisterwerke" auf, wo es zusammen mit Walter Levin Weberns Fünf Stücke für Streichquartett op. 5 vorstellte. Für Radio Berlin Brandenburg und im Wissenschaftskolleg Berlin gestaltete das Quartett ebenfalls mit Walter Levin ein Lecture Recital über das zweite Streichquartett von Johannes Brahms. Mit Streichquartetten von Franz Schubert und Béla Bartók konzertierte das Amaryllis Quartett u.a. in Hamburg und Norddeutschland, wo die Auftritte von der Presse unter den Titeln "Leidenschaftliches Zusammenspiel" und "Zusammenspiel in Perfektion" äußerst positiv besprochen wurden. Außerdem gewann das Amaryllis Quartett mit diesem Programm im April 2005 den 1. Preis beim Internationalen "Charles Hennen Concours" in den Niederlanden.

Künstlerische Anregung erhielt das Amaryllis Quartett durch Meisterkurse beim Artemis Quartett und in gemeinsamen Konzerten u.a. mit Barbara Westphal, Laurent Albrecht Breuninger, Francois Benda, Dimitri Ashkenazy und dem Schauspieler Christoph Bantzer.

Der Geiger Gustav Frielinghaus erhielt den wichtigsten Teil seiner Ausbildung während der letzten vier Jahre bei Prof. Igor Ozim in Bern, nachdem er zuvor bei Prof. Winfried Rüssmann in seiner Heimatstadt Hamburg studierte. Neben Opernproduktionen und Sinfoniekonzerten als Konzertmeister, trat er solistisch mit verschiedenen internationalen Jugendorchestern in Asien und den USA und dem Bieler Sinfonieorchester in der Schweiz auf. Besonders die Kammermusik nimmt mit Rezitals in Norddeutschland und verschiedenen eigenen Projekten einen großen Stellenwert ein. Derzeit studiert Gustav Frielinghaus bei Prof. Thomas Brandis in Lübeck.

Lena Wirth, geboren in Schwetzingen, begann 2002 ihr Studium bei Prof. Jörg Hofmann in Freiburg und wechselte später zu Prof. Laurent Albrecht Breuninger nach Karlsruhe. Schon früh widmete sie sich der Kammermusik, angefangen als Preisträgerin von "Jugend musiziert", im Streichquartett an der Freiburger Musikhochschule, sowie bei Meisterkursen beim Mandelring-Quartett und dem Trio op. 8, bevor sie 2004 zum Amaryllis-Quartett hinzu kam. Neben Reisen nach Australien und Kanada als Konzertmeisterin in verschiedenen Jugendorchestern, hatte sie solistische Auftritte mit dem Kurpfälzischen Kammerorchester und der Capella Palatina.

Lena Eckels, gebürtige Detmolderin, studiert seit 2001 bei Prof. Barbara Westphal an der Musikhochschule Lübeck. Bereits während ihrer Schulzeit wurde sie in der Solo- und Kammermusikwertung von "Jugend musiziert" auf Bundesebene mit 1. Preisen ausgezeichnet. Dieser Erfolg setzte sich im Sommer 2004 mit dem Förderpreis der Gesellschaft der westfälischen Kulturarbeit und dem Sieg beim Brahms-Wettbewerb in Pörtschach/Österreich fort. Lena Eckels besuchte Meisterkurse bei Nobuko Imai, James Dunham und Heidi Castleman (Sarasota Music Festival/Florida). Als Kammermusikerin erhielt sie den Klassikpreis der Stadt Münster, machte Aufnahmen beim WDR und BR, und spielt seit 2005 im Amaryllis-Quartett mit.

Der Cellist Yves Sandoz aus Solothurn/Schweiz begann 2000 sein Studium bei Prof. Reinhard Latzko in Basel. Meisterkurse besuchte er bei Monique Bartels, Christophe Coin, Wen-Sinn Yang und Martin Zeller. Er war Stimmführer des Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchesters und trat solistisch mit Orchestern aus Grenchen, Burgdorf und Solothurn auf.
Seit 2003 spielt Yves Sandoz im Amaryllis-Quartett, zuvor wurde er Preisträger des Schweizer Kammermusikwettbewerbs und spielte bei den Orpheus-Konzerten. Außerdem erhielt er 2004 den Werkjahrpreis des Kantons Solothurn. Derzeit studiert er an der Musikhochschule Saarbrücken bei Prof. Gustav Rivinius.


Programmvorschläge September / November 2009

Joseph Haydn  Streichquartett G-Dur op. 77/1
Géza Frid [1904 - 1989]  Streichquartett Nr. 4 op. 50a (1956)

oder

Wolfgang Andreas Schultz [geb. 1948] 3. Streichquartett (2005)
"Landschaft der Horchenden - Vier Menschen"
***
Ludwig van Beethoven Streichquartett cis-moll op. 131

Diskographie:
Géza Frid -
Streichquartett Nr. 1 op. 2 (1926) - Streichquartett Nr. 2 op. 21 "Fugues" (1939) - Streichquartett Nr. 3 op. 30 "Fantasia tropica" (1949) - Streichquartett Nr. 4 op. 50a (1956) - Coviello
in Vorbereitung:
F.E. Fesca  - Streichquartette op. 2, 1-3 - cpo
F.E. Fesca - Streichquartette op. 4 und op. 7, 1+2 - cpo
F.E. Fesca - Streichquartette op. 14 und op. 36 - cpo


Coviello


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Gösselkoppel 54a D-22339 Hamburg
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